Warum die Fabrik nach dem Lünersee heißt
Ihren Namen verdankt die Lünersee Fabrik dem Wasser: Der Alvierbach, der aus dem Einzugsgebiet des Lünersees im Rätikon kommt, trieb das Werk mit Wasserkraft an. Getzner, Mutter & Cie kaufte das Grundstück in Bürs 1835 nicht zuletzt, um anderen Unternehmen beim Erwerb der Wasserrechte zuvorzukommen.
Zum Werk gehörte das Alvierwerk am Eingang der Bürser Schlucht – eines der größten privaten Kraftwerke Österreichs und selbst ein denkmalgeschütztes Industriedenkmal. Es versorgte alle Getzner-Fabriken im Raum Bludenz und Nenzing mit Strom.
Architektur und Denkmalschutz
Der sechsgeschoßige Baukörper mit 20 Fensterachsen an der Längsseite folgt der schlichten Industriearchitektur seiner Entstehungszeit: glatte Putzflächen, kleinteilige Holzfenster, klare Proportionen. Das Bundesdenkmalamt führt das Gebäude unter der ObjektID 65189 im Denkmalverzeichnis.
Innen prägen ein lichtdurchflutetes Atrium mit historischen Gusssäulen, Galerien und ein verglaster Aufzugsschacht das Haus. Der erhaltene Fabrikschornstein trägt eine Lichtinstallation der Künstlerin Brigitte Kowanz.
Vom Industriedenkmal zum Gewerbestandort
Rund 150 Jahre lang war die Lünerseefabrik ein Textilbetrieb. Nach der Stilllegung 1985 und dem Verkauf 1998 entstand rund um die Fabrik ein Gewerbegebiet; das Fabrikgebäude selbst wird heute unter dem Namen „Lünersee Fabrik“ als Gewerbestandort genutzt.
Wer hier mietet, arbeitet in einem der frühesten Industriehochbauten Vorarlbergs – mit Loft-Charakter, den ein Neubau nicht bieten kann, und zugleich mit Parkplätzen, A14-Anschluss in rund zwei Fahrminuten und dem Handelsumfeld von Lünerseepark und ZIMBAPARK vor der Tür.



